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Geschichte Frankreichs. Von Heinrich IV. bis zur Gegenwart
Paperback

Geschichte Frankreichs. Von Heinrich IV. bis zur Gegenwart

$74.99
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This title is printed to order. This book may have been self-published. If so, we cannot guarantee the quality of the content. In the main most books will have gone through the editing process however some may not. We therefore suggest that you be aware of this before ordering this book. If in doubt check either the author or publisher’s details as we are unable to accept any returns unless they are faulty. Please contact us if you have any questions.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich werden zum Teil noch immer von Vorurteilen gepr gt: Als Konrad Adenauer am 14. September 1958 zu der ersten Begegnung mit de Gaulle nach Colombey fuhr, hatten er und auch seine Begleiter schwere Bedenken. Der alte Kanzler hatte dem Urteil der Fachleute vertraut und f rchtete, da de Gaulle antideutsch eingestellt sei und eine Verst ndigung mit ihm au erordentlich schwierig w re. Offenbar hatte aber niemand die Schriften des Generals zur Kenntnis genommen. Schon 1924 sprach dieser in seinem ersten Buch
ber die Zwietracht beim Feind davon, da das deutsche Volk wegen seiner Haltung im Krieg selbst bei den Feinden Erstaunen und Bewunderung hervorgerufen habe. Enge Mitarbeiter de Gaulles und selbst sein Sohn - in den Erinnerungen an den Vater von 2004 - best tigen es: Zu keinem anderen Land besa der General eine so enge Affinit t und Sympathie wie f r den deutschen Gegner. Gl cklicherweise hat wenigstens Adenauer sehr schnell begriffen, wie falsch er informiert worden war. Umgekehrt t uschte sich auch de Gaulle, als ihm vier Jahre sp ter die Menschen in Deutschland zujubelten: Bei Abschlu des deutsch-franz sischen Vertrages kurz nach seiner Reise durch das Nachbarland hatte er nicht erkannt, da die Bundesrepublik wegen Berlin den Schutz der USA nicht entbehren konnte. So kam es, da der Vertrag vom Bundestag mit der ber hmten Pr ambel entwertet wurde. Die Liste der Irrt mer auf beiden Seiten lie e sich verl ngern ber Mitterrands Verhalten 1989/90 hinaus bis in die Gegenwart. Man kannte sich immer zu wenig, und kennt sich auch jetzt noch nicht genug, und viel Unverst ndnis beruht auf der Unkenntnis der Geschichte des Partners. Die deutsche Vergangenheit mit ihrer bis auf den heutigen Tag polyzentrischen Entwicklung ist im Nachbarland schwer zu vermitteln. Auf deutscher Seite ist die franz sische Geschichte mit ihrer fast linearen Herausbildung des zentralisierten Nationalstaates wenig bekannt. Auf beiden Seiten des Rheins leben daher die Vorurteile fort. Dies ist um so bedauerlicher, als die Entwicklung in Europa gerade von unseren beiden L ndern eine enge und ungest rte Zusammenarbeit erfordert.

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Format
Paperback
Publisher
Ibidem Press
Date
21 June 2004
Pages
474
ISBN
9783898213608

This title is printed to order. This book may have been self-published. If so, we cannot guarantee the quality of the content. In the main most books will have gone through the editing process however some may not. We therefore suggest that you be aware of this before ordering this book. If in doubt check either the author or publisher’s details as we are unable to accept any returns unless they are faulty. Please contact us if you have any questions.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich werden zum Teil noch immer von Vorurteilen gepr gt: Als Konrad Adenauer am 14. September 1958 zu der ersten Begegnung mit de Gaulle nach Colombey fuhr, hatten er und auch seine Begleiter schwere Bedenken. Der alte Kanzler hatte dem Urteil der Fachleute vertraut und f rchtete, da de Gaulle antideutsch eingestellt sei und eine Verst ndigung mit ihm au erordentlich schwierig w re. Offenbar hatte aber niemand die Schriften des Generals zur Kenntnis genommen. Schon 1924 sprach dieser in seinem ersten Buch
ber die Zwietracht beim Feind davon, da das deutsche Volk wegen seiner Haltung im Krieg selbst bei den Feinden Erstaunen und Bewunderung hervorgerufen habe. Enge Mitarbeiter de Gaulles und selbst sein Sohn - in den Erinnerungen an den Vater von 2004 - best tigen es: Zu keinem anderen Land besa der General eine so enge Affinit t und Sympathie wie f r den deutschen Gegner. Gl cklicherweise hat wenigstens Adenauer sehr schnell begriffen, wie falsch er informiert worden war. Umgekehrt t uschte sich auch de Gaulle, als ihm vier Jahre sp ter die Menschen in Deutschland zujubelten: Bei Abschlu des deutsch-franz sischen Vertrages kurz nach seiner Reise durch das Nachbarland hatte er nicht erkannt, da die Bundesrepublik wegen Berlin den Schutz der USA nicht entbehren konnte. So kam es, da der Vertrag vom Bundestag mit der ber hmten Pr ambel entwertet wurde. Die Liste der Irrt mer auf beiden Seiten lie e sich verl ngern ber Mitterrands Verhalten 1989/90 hinaus bis in die Gegenwart. Man kannte sich immer zu wenig, und kennt sich auch jetzt noch nicht genug, und viel Unverst ndnis beruht auf der Unkenntnis der Geschichte des Partners. Die deutsche Vergangenheit mit ihrer bis auf den heutigen Tag polyzentrischen Entwicklung ist im Nachbarland schwer zu vermitteln. Auf deutscher Seite ist die franz sische Geschichte mit ihrer fast linearen Herausbildung des zentralisierten Nationalstaates wenig bekannt. Auf beiden Seiten des Rheins leben daher die Vorurteile fort. Dies ist um so bedauerlicher, als die Entwicklung in Europa gerade von unseren beiden L ndern eine enge und ungest rte Zusammenarbeit erfordert.

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Paperback
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Ibidem Press
Date
21 June 2004
Pages
474
ISBN
9783898213608