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Fragile und scheiternde Staaten werden heute sowohl in wissenschaftlichen als auch in medialen und politischen Diskursen als Ruckzugsorte von Terroristen und damit als globales Sicherheitsrisiko behandelt. Die meisten der so benannten Staaten finden sich auf dem afrikanischen Kontinent. Innerhalb dieses Diskurses wird gerade den Staaten Afrikas oftmals Staatlichkeit ganzlich abgesprochen oder die internen staatlichen Akteure werden ausschliesslich als korrupt und kriminell dargestellt. Mit diesem Buch legt Anna Kramer eine kritische, genealogische Rekonstruktion hegemonialer Reprasentationen von Staatlichkeit im euro-westlichen Diskurs uber Afrika vor. Indem hier der kontemporare, politikwissenschaftliche Diskurs uber Staat in Afrika dem Feld historischer (kolonialer) Reprasentationen afrikanischer Staaten aus dem 18. / 19. Jahrhundert gegenuber-gestellt wird, werden weiterhin wirksame Machtverhaltnisse aufgedeckt und einer kritischen Reflexion unterzogen. Damit leistet das Buch einen Beitrag zu einer postkolonialen Konzeptualisierung von Staatlichkeit im afrikanischen Kontext.
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Fragile und scheiternde Staaten werden heute sowohl in wissenschaftlichen als auch in medialen und politischen Diskursen als Ruckzugsorte von Terroristen und damit als globales Sicherheitsrisiko behandelt. Die meisten der so benannten Staaten finden sich auf dem afrikanischen Kontinent. Innerhalb dieses Diskurses wird gerade den Staaten Afrikas oftmals Staatlichkeit ganzlich abgesprochen oder die internen staatlichen Akteure werden ausschliesslich als korrupt und kriminell dargestellt. Mit diesem Buch legt Anna Kramer eine kritische, genealogische Rekonstruktion hegemonialer Reprasentationen von Staatlichkeit im euro-westlichen Diskurs uber Afrika vor. Indem hier der kontemporare, politikwissenschaftliche Diskurs uber Staat in Afrika dem Feld historischer (kolonialer) Reprasentationen afrikanischer Staaten aus dem 18. / 19. Jahrhundert gegenuber-gestellt wird, werden weiterhin wirksame Machtverhaltnisse aufgedeckt und einer kritischen Reflexion unterzogen. Damit leistet das Buch einen Beitrag zu einer postkolonialen Konzeptualisierung von Staatlichkeit im afrikanischen Kontext.