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Der Wissenschaftsbereich in Zentraleuropa befindet sich im Umbruch - in vielen Sektoren und auf zahlreichen Ebenen zugleich. Auch im deutschen Sprachraum wird kontextbezogene Sozialwissenschaft durch den steigenden Druck von Globalisierungsthemen herausgefordert. Wohin kann sich Sozialwissenschaft im Zeichen des Glocalen, das die aktuelle Lebenswelt kennzeichnet, entwickeln? Funf Dimensionen sind zur Beantwortung dieser Frage wichtig: 1. Der Strukturwandel der Wissenschaft, 2. die Veranderung akademischer Arbeitsformen, 3. die zunehmende Bedeutung globaler Themen fur angewandte regionale und lokale Forschung, 4. die Datenrevolution (The New Big Science) und 5. die verstarkte Hinwendung von Wissenschaft zur Gesellschaft. Insgesamt sollte der inter- und transdisziplinare Think-Tank-Charakter sozialwissenschaftlicher Arbeit gestarkt und die Anbindung an transnationale Themen auch bei lokal und regional verankerten Einrichtungen mit Augenmass und Realismus auf globale Themen hin ausgebaut werden, ohne den Gedanken praktischen Nutzens fur ein konkretes Umfeld und angewandte Problemstellungen zu schmalern. Die Vision: Der deutsche Sprachraum braucht, wie der europaische Raum insgesamt, in seinen regional sehr unterschiedlichen Realitaten sozialwissenschaftlicher Forschung und Wissensproduktion angewandte, flexible Forschungseinrichtungen mit starker Kontextbindung bei trans- und international vernetzten Arbeitsformen sowie eine realistische, zirkulare Anbindung von regionaler Expertise an globale Entwicklungen. Und: Sozialwissenschaft muss sich auf ihre historische Identitat als letztlich soziale Wissenschaft besinnen - ohne dabei erneut in Ideologien oder Lager zuruckzufallen.
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Der Wissenschaftsbereich in Zentraleuropa befindet sich im Umbruch - in vielen Sektoren und auf zahlreichen Ebenen zugleich. Auch im deutschen Sprachraum wird kontextbezogene Sozialwissenschaft durch den steigenden Druck von Globalisierungsthemen herausgefordert. Wohin kann sich Sozialwissenschaft im Zeichen des Glocalen, das die aktuelle Lebenswelt kennzeichnet, entwickeln? Funf Dimensionen sind zur Beantwortung dieser Frage wichtig: 1. Der Strukturwandel der Wissenschaft, 2. die Veranderung akademischer Arbeitsformen, 3. die zunehmende Bedeutung globaler Themen fur angewandte regionale und lokale Forschung, 4. die Datenrevolution (The New Big Science) und 5. die verstarkte Hinwendung von Wissenschaft zur Gesellschaft. Insgesamt sollte der inter- und transdisziplinare Think-Tank-Charakter sozialwissenschaftlicher Arbeit gestarkt und die Anbindung an transnationale Themen auch bei lokal und regional verankerten Einrichtungen mit Augenmass und Realismus auf globale Themen hin ausgebaut werden, ohne den Gedanken praktischen Nutzens fur ein konkretes Umfeld und angewandte Problemstellungen zu schmalern. Die Vision: Der deutsche Sprachraum braucht, wie der europaische Raum insgesamt, in seinen regional sehr unterschiedlichen Realitaten sozialwissenschaftlicher Forschung und Wissensproduktion angewandte, flexible Forschungseinrichtungen mit starker Kontextbindung bei trans- und international vernetzten Arbeitsformen sowie eine realistische, zirkulare Anbindung von regionaler Expertise an globale Entwicklungen. Und: Sozialwissenschaft muss sich auf ihre historische Identitat als letztlich soziale Wissenschaft besinnen - ohne dabei erneut in Ideologien oder Lager zuruckzufallen.