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This title is printed to order. This book may have been self-published. If so, we cannot guarantee the quality of the content. In the main most books will have gone through the editing process however some may not. We therefore suggest that you be aware of this before ordering this book. If in doubt check either the author or publisher’s details as we are unable to accept any returns unless they are faulty. Please contact us if you have any questions.
Einem von Augustinus in
De ordine
entworfenem Bildungsideal zufolge sollen einige Lehrfacher die Schuler vom
Koerperlichen
zum
Unkoerperlichen
fuhren; sie sollen also ausgehend von unmittelbar nachvollziehbaren, sinnenfalligen Erfahrungen des Menschen zur Erkenntniseiner Wirklichkeit fuhren, durch die die zunachst wahrgenommene Welt erst begrundet wird. Es geht demnach darum, philosophisches Denken einzuuben, von zunachst nicht im engeren Sinne philosophischen (z. B. arithmetischen oder grammatischen) Darlegungen zu philosophischen hinzufuhren und die Notwendigkeit dieses Schrittes zu belegen. Dies geschieht im Horizont neuplatonischen Denkens, weswegen die angewandte Methode der platonischen Fragetechnik entlehnt ist.
De musica
ist der einzige Text, der zu diesem Thema von Augustinus geschrieben wurde und erhalten ist. Das ist ein Glucksfall, denn Augustinus verwirklicht seinen philosophisch-padagogischen Plan darin mit bewundernswerter Konsequenz. Er setzt bei der alltaglichen Erfahrung an, dass bestimmte Rhythmen - Verslehre und Musik fallen hier fast zusammen - als schoen empfunden werden, andere dagegen nicht. Schrittweise wird dabei das intuitive asthetische Urteil auf mathematische und schliesslich auf metaphysische Grundlagen zuruckgefuhrt, die in der Erkenntnis der Idee der Gleichheit gipfeln. Auf diesem Weg demonstriert Augustinus eine fur die damalige Zeit ausserordentliche Sensibilitat in bezug auf das Verstandnis der Prozesse, die bei der asthetischen Erfahrung ablaufen.
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Einem von Augustinus in
De ordine
entworfenem Bildungsideal zufolge sollen einige Lehrfacher die Schuler vom
Koerperlichen
zum
Unkoerperlichen
fuhren; sie sollen also ausgehend von unmittelbar nachvollziehbaren, sinnenfalligen Erfahrungen des Menschen zur Erkenntniseiner Wirklichkeit fuhren, durch die die zunachst wahrgenommene Welt erst begrundet wird. Es geht demnach darum, philosophisches Denken einzuuben, von zunachst nicht im engeren Sinne philosophischen (z. B. arithmetischen oder grammatischen) Darlegungen zu philosophischen hinzufuhren und die Notwendigkeit dieses Schrittes zu belegen. Dies geschieht im Horizont neuplatonischen Denkens, weswegen die angewandte Methode der platonischen Fragetechnik entlehnt ist.
De musica
ist der einzige Text, der zu diesem Thema von Augustinus geschrieben wurde und erhalten ist. Das ist ein Glucksfall, denn Augustinus verwirklicht seinen philosophisch-padagogischen Plan darin mit bewundernswerter Konsequenz. Er setzt bei der alltaglichen Erfahrung an, dass bestimmte Rhythmen - Verslehre und Musik fallen hier fast zusammen - als schoen empfunden werden, andere dagegen nicht. Schrittweise wird dabei das intuitive asthetische Urteil auf mathematische und schliesslich auf metaphysische Grundlagen zuruckgefuhrt, die in der Erkenntnis der Idee der Gleichheit gipfeln. Auf diesem Weg demonstriert Augustinus eine fur die damalige Zeit ausserordentliche Sensibilitat in bezug auf das Verstandnis der Prozesse, die bei der asthetischen Erfahrung ablaufen.