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This title is printed to order. This book may have been self-published. If so, we cannot guarantee the quality of the content. In the main most books will have gone through the editing process however some may not. We therefore suggest that you be aware of this before ordering this book. If in doubt check either the author or publisher’s details as we are unable to accept any returns unless they are faulty. Please contact us if you have any questions.
Als Angiogenese wird der Prozess der Bildung neuer Blutkapillaren bezeichnet. Angiogenese findet sowohl wahrend der Embryonalentwicklung als auch post- embryonal im Rahmen vieler physiologischer und pathologischer Situationen statt. Das Tumorwachstum ist von der Angiogenese abhangig. In der Physiolo- gie der weiblichen Fortpflanzungsorgane spielt die fortlaufende Neubildung von Blutgefassen eine besondere Rolle. Der zell biologische Mechanismus der Angiogenese scheint unabhangig von Ort und Stimulus weitgehend einem einheitlichen Prinzip zu folgen. Bestimmte Signalsubstanzen loesen die Angiogenese aus. Sie werden Angiogenesefaktoren oder -mediatoren genannt. Der aus aktivierten Monozyten (Makrophagen) gewonnene Angiogenese- faktor Monozytoangiotropin (MA T) fuhrt in vivo bereits in Pikogrammengen in allen untersuchten Geweben und Spezies zur Gefassneubildung. Geklonte Kapillarendothelzellen werden durch MA T zur Migration angeregt und formie- ren sich unter dem Einfluss dieses Monokins in vitro zu kapillarahnlichen Strukturen. Die durch intradermale Injektion von MA T hervorgerufene Hypervaskula- risation liess sich in einem Autotransplantationsmodell in der Kaninchenhaut therapeutisch zur Verhinderung ischamischer Nekrosen im transplantierten Hautlappen nutzen. Aufgrund ihrer Wirkungsweise lassen Angiogenesemediatoren und -inhibi- toren breite Anwendungsmoeglichkeiten in nahezu allen klinischen Disziplinen erwarten. Fur die gynakologische Diagnostik erscheint die Erfassung von Ge- fassneubildungsprozessen als praneoplastischer Marker interessant. Im Rahmen der geburtshilflichen Diagnostik koennten durch Bestimmung von Angiogenese- faktoren Vaskularisationsstoerungen der Plazenta fruhzeitig erkannt werden. Solche Plazentavaskularisationsstoerungen, die zu schweren perinatalen Kom- plikationen fuhren koennen, lassen sich moeglicherweise durch geeignete Gabe bestimmter Angiogenesefaktoren therapieren. Durch lokale Applikation von Angiogenesefaktoren ins Endometrium liesse sich eine hypervaskularisierte Zo- ne mit besseren Implantationsbedingungen fur eine in vitro fertilisierte Eizelle schaffen.
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Als Angiogenese wird der Prozess der Bildung neuer Blutkapillaren bezeichnet. Angiogenese findet sowohl wahrend der Embryonalentwicklung als auch post- embryonal im Rahmen vieler physiologischer und pathologischer Situationen statt. Das Tumorwachstum ist von der Angiogenese abhangig. In der Physiolo- gie der weiblichen Fortpflanzungsorgane spielt die fortlaufende Neubildung von Blutgefassen eine besondere Rolle. Der zell biologische Mechanismus der Angiogenese scheint unabhangig von Ort und Stimulus weitgehend einem einheitlichen Prinzip zu folgen. Bestimmte Signalsubstanzen loesen die Angiogenese aus. Sie werden Angiogenesefaktoren oder -mediatoren genannt. Der aus aktivierten Monozyten (Makrophagen) gewonnene Angiogenese- faktor Monozytoangiotropin (MA T) fuhrt in vivo bereits in Pikogrammengen in allen untersuchten Geweben und Spezies zur Gefassneubildung. Geklonte Kapillarendothelzellen werden durch MA T zur Migration angeregt und formie- ren sich unter dem Einfluss dieses Monokins in vitro zu kapillarahnlichen Strukturen. Die durch intradermale Injektion von MA T hervorgerufene Hypervaskula- risation liess sich in einem Autotransplantationsmodell in der Kaninchenhaut therapeutisch zur Verhinderung ischamischer Nekrosen im transplantierten Hautlappen nutzen. Aufgrund ihrer Wirkungsweise lassen Angiogenesemediatoren und -inhibi- toren breite Anwendungsmoeglichkeiten in nahezu allen klinischen Disziplinen erwarten. Fur die gynakologische Diagnostik erscheint die Erfassung von Ge- fassneubildungsprozessen als praneoplastischer Marker interessant. Im Rahmen der geburtshilflichen Diagnostik koennten durch Bestimmung von Angiogenese- faktoren Vaskularisationsstoerungen der Plazenta fruhzeitig erkannt werden. Solche Plazentavaskularisationsstoerungen, die zu schweren perinatalen Kom- plikationen fuhren koennen, lassen sich moeglicherweise durch geeignete Gabe bestimmter Angiogenesefaktoren therapieren. Durch lokale Applikation von Angiogenesefaktoren ins Endometrium liesse sich eine hypervaskularisierte Zo- ne mit besseren Implantationsbedingungen fur eine in vitro fertilisierte Eizelle schaffen.