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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik, Note: 1,5, Eberhard-Karls-Universitat Tubingen, Sprache: Deutsch, Abstract: Als Mitte des 19. Jahrhunderts auch im Deutschen Reich die Industrialisierung einsetzte vermochte noch niemand zu sagen, welch grosse Umwalzungen sie mit sich fuhren sollte. Doch es waren nicht nur grosse wirtschaftlichen Veranderungen, die das Land grundlegend verandern sollten. Auch und vor allem auf kultureller, wissenschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Ebene wurde das Land innerhalb weniger Jahrzehnte in den Augen vieler Menschen damals auf den Kopf gestellt. Jahrhunderte alte Traditionen, Dogmen, Denkweisen, Gepflogenheiten und Strukturen wurden revidiert oder wurden zumindest von Grund auf angezweifelt. Eine derart rasante Entwicklung musste Gegenbewegungen hervorrufen. Bewegungen, die versuchten, diese scheinbar zum Untergang der bekannten Welt fuhrende Entwicklung zu erklaren und die fur diese neue Situation Schuldigen zu suchen. Eine dieser Stroemungen war die voelkische Bewegung, deren Basis zum Teil der Okkultismus, teilweise auch landwirtschaftlich - romantische Stroemungen waren, aber auch der Antijudaismus bzw. spater der Antisemitismus. Dieser entwickelte sich im Kaiserreich bis zum ersten Weltkrieg vor allem in intellektuellen Kreisen, konnte aber spatestens wahrend der Weimarer Republik durch deren Agitatoren und Publizisten grossflachig verbreitet werden. Einer dieser Verfechter des Antisemitismus war der Literaturhistoriker Adolf Bartels, der durch seine provokant vorgetragenen rassistischen und antisemitischen Ideen den Nerv der Zeit traf und eine voelkische Musterkarriere einschlagen konnte. Er entwickelte sich vom Kritiker judischer Schriften zu einem politisch und gesellschaftlich engagierten Gegner alles judischen und es war nur eine Frage der Zeit, bis auch die Nationalsozialisten auf ihn und seine Ansichten aufmerksam wurden, wenngleich er deren spater
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik, Note: 1,5, Eberhard-Karls-Universitat Tubingen, Sprache: Deutsch, Abstract: Als Mitte des 19. Jahrhunderts auch im Deutschen Reich die Industrialisierung einsetzte vermochte noch niemand zu sagen, welch grosse Umwalzungen sie mit sich fuhren sollte. Doch es waren nicht nur grosse wirtschaftlichen Veranderungen, die das Land grundlegend verandern sollten. Auch und vor allem auf kultureller, wissenschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Ebene wurde das Land innerhalb weniger Jahrzehnte in den Augen vieler Menschen damals auf den Kopf gestellt. Jahrhunderte alte Traditionen, Dogmen, Denkweisen, Gepflogenheiten und Strukturen wurden revidiert oder wurden zumindest von Grund auf angezweifelt. Eine derart rasante Entwicklung musste Gegenbewegungen hervorrufen. Bewegungen, die versuchten, diese scheinbar zum Untergang der bekannten Welt fuhrende Entwicklung zu erklaren und die fur diese neue Situation Schuldigen zu suchen. Eine dieser Stroemungen war die voelkische Bewegung, deren Basis zum Teil der Okkultismus, teilweise auch landwirtschaftlich - romantische Stroemungen waren, aber auch der Antijudaismus bzw. spater der Antisemitismus. Dieser entwickelte sich im Kaiserreich bis zum ersten Weltkrieg vor allem in intellektuellen Kreisen, konnte aber spatestens wahrend der Weimarer Republik durch deren Agitatoren und Publizisten grossflachig verbreitet werden. Einer dieser Verfechter des Antisemitismus war der Literaturhistoriker Adolf Bartels, der durch seine provokant vorgetragenen rassistischen und antisemitischen Ideen den Nerv der Zeit traf und eine voelkische Musterkarriere einschlagen konnte. Er entwickelte sich vom Kritiker judischer Schriften zu einem politisch und gesellschaftlich engagierten Gegner alles judischen und es war nur eine Frage der Zeit, bis auch die Nationalsozialisten auf ihn und seine Ansichten aufmerksam wurden, wenngleich er deren spater