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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Amerikanistik - Literatur, Note: 2,0, FernUniversitat Hagen (Institut fur Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Medientheorie), Sprache: Deutsch, Abstract: Bei der Lekture von Bret Easton Ellis 1991 erschienenen Romans American Psycho fallt, neben eintoenigen Aufzahlungen diverser Markenbekleidungen und brutalen, menschenverachtenden Morden, vor allem eines auf: Der Psychopath wird nicht gefasst. Besonders evident ist diese Tatsache in dem Kapitel Detective , mit dem sich diese Arbeit beschaftigen wird. Patrick Bateman hat seinen Rivalen Paul Owen ermordet und anschliessend dessen Verschwinden nach London vorgetauscht. Nun wird er von Privatdetektiv Donald Kimball zu Owens Verschwinden befragt. Bateman verhalt sich, wie wir noch sehen werden, im Laufe dieser Befragung derart auffallig, dass der Leser sicher ist, Donald Kimball wird ihn nun des Mordes verdachtigen, der Polizei ubergeben, Gerechtigkeit walten lassen - doch nichts davon geschieht. Stattdessen verblasst Donald Kimball im weiteren Verlauf des Romans, bis er schliesslich in einem Nebensatz aus dem Roman verschwindet. Bateman ist immer noch frei zu morden und der Leser bleibt verstandnislos zuruck. Ziel dieser Arbeit ist es, diesem Bruch mit der Leseerwartung auf den Grund zu gehen. Dazu werde ich zunachst die Entwicklung des Detektivs in der Literatur skizzieren. Hierbei konzentriere ich mich auf die Detektive Auguste Dupin, Sherlock Holmes und Philip Marlowe, da diese Detektive Meilensteine in der Detektivliteratur darstellen. In einem nachsten Schritt werde ich die Spielregeln untersuchen, die in den verschiedenen Entwicklungsstufen aufgestellt werden, ebenso wie die Erwartungshaltung, die daraus bei dem Leser gewachsen ist. Anschliessend werde ich anhand eines Vergleiches von Donald Kimball mit Philip Marlowe zeigen, wie das Gefuhl des Lesers, betrogen worden zu sein, zu Stande kommt. Der Vergleich mit Marlowe bietet sich nicht nur aufgrund der Tatsach
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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Amerikanistik - Literatur, Note: 2,0, FernUniversitat Hagen (Institut fur Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Medientheorie), Sprache: Deutsch, Abstract: Bei der Lekture von Bret Easton Ellis 1991 erschienenen Romans American Psycho fallt, neben eintoenigen Aufzahlungen diverser Markenbekleidungen und brutalen, menschenverachtenden Morden, vor allem eines auf: Der Psychopath wird nicht gefasst. Besonders evident ist diese Tatsache in dem Kapitel Detective , mit dem sich diese Arbeit beschaftigen wird. Patrick Bateman hat seinen Rivalen Paul Owen ermordet und anschliessend dessen Verschwinden nach London vorgetauscht. Nun wird er von Privatdetektiv Donald Kimball zu Owens Verschwinden befragt. Bateman verhalt sich, wie wir noch sehen werden, im Laufe dieser Befragung derart auffallig, dass der Leser sicher ist, Donald Kimball wird ihn nun des Mordes verdachtigen, der Polizei ubergeben, Gerechtigkeit walten lassen - doch nichts davon geschieht. Stattdessen verblasst Donald Kimball im weiteren Verlauf des Romans, bis er schliesslich in einem Nebensatz aus dem Roman verschwindet. Bateman ist immer noch frei zu morden und der Leser bleibt verstandnislos zuruck. Ziel dieser Arbeit ist es, diesem Bruch mit der Leseerwartung auf den Grund zu gehen. Dazu werde ich zunachst die Entwicklung des Detektivs in der Literatur skizzieren. Hierbei konzentriere ich mich auf die Detektive Auguste Dupin, Sherlock Holmes und Philip Marlowe, da diese Detektive Meilensteine in der Detektivliteratur darstellen. In einem nachsten Schritt werde ich die Spielregeln untersuchen, die in den verschiedenen Entwicklungsstufen aufgestellt werden, ebenso wie die Erwartungshaltung, die daraus bei dem Leser gewachsen ist. Anschliessend werde ich anhand eines Vergleiches von Donald Kimball mit Philip Marlowe zeigen, wie das Gefuhl des Lesers, betrogen worden zu sein, zu Stande kommt. Der Vergleich mit Marlowe bietet sich nicht nur aufgrund der Tatsach