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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Europaische Union, Note: 1,0, Universitat Kassel, Sprache: Deutsch, Abstract: Europaische Politik lasst sich nicht mehr als sektoral beschrankt, von marginaler Bedeutung und gepragt durch nationale Interessen und Akteure bezeichnen. Auf europaischer Ebene wird regiert, es werden kollektiv verbindliche Entscheidungen getroffen, die fur alle Burger Europas von wesentlicher Bedeutung sind. Die neuere Europaforschung beschaftigt sich deshalb nicht mehr vorrangig mit den Ursachen des Integrationsprozesses, sondern vielmehr mit dessen Folgen fur das Regieren in der Europaischen Union. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Anforderungen und Schwierigkeiten des Regierens in einem komplexen Mehrebenensystem, die mit den Kategorien des Staates oder der Internationalen Beziehungen nicht mehr ausreichend in den Blick genommen werden konnen. Im Mittelpunkt steht dabei die Handlungs- und Problemlosungsfahigkeit der europaischen Institutionen und Verfahren. Das Mehrebenensystem sowie die Mehrebenenpolitik der EU unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von der Struktur und Form des Regierens in Bundesstaaten oder dezentralisierten Einheitsstaaten. Bedingt durch eine nur begrenzte Bereitschaft von Nationalstaaten, Souveranitatsrechte abzugeben, werden Kompetenzen oft nur teilweise in Aufgabenbereichen auf europaische Institutionen verlagert, wodurch eine Tendenz zur Kompetenzteilung und - verflechtung entsteht. Ein Mehrebenensystem zeichnet sich demnach durch eine Aufteilung von Kompetenzen und Ressourcen auf unterschiedliche Ebenen aus. Des Weiteren ist Mehrebenenpolitik jenseits des Nationalstaates durch eine starkere sektorale Fragmentierung und eine wesentlich grossere sowie heterogenere Anzahl von Akteuren gekennzeichnet, wodurch Koordinationsschwierigkeiten entstehen. Hinzu kommt, dass politische Prozesse in der Regel nicht auf einer Ebene beschrankt, sondern ebenenuberschreitend stattf
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Europaische Union, Note: 1,0, Universitat Kassel, Sprache: Deutsch, Abstract: Europaische Politik lasst sich nicht mehr als sektoral beschrankt, von marginaler Bedeutung und gepragt durch nationale Interessen und Akteure bezeichnen. Auf europaischer Ebene wird regiert, es werden kollektiv verbindliche Entscheidungen getroffen, die fur alle Burger Europas von wesentlicher Bedeutung sind. Die neuere Europaforschung beschaftigt sich deshalb nicht mehr vorrangig mit den Ursachen des Integrationsprozesses, sondern vielmehr mit dessen Folgen fur das Regieren in der Europaischen Union. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Anforderungen und Schwierigkeiten des Regierens in einem komplexen Mehrebenensystem, die mit den Kategorien des Staates oder der Internationalen Beziehungen nicht mehr ausreichend in den Blick genommen werden konnen. Im Mittelpunkt steht dabei die Handlungs- und Problemlosungsfahigkeit der europaischen Institutionen und Verfahren. Das Mehrebenensystem sowie die Mehrebenenpolitik der EU unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von der Struktur und Form des Regierens in Bundesstaaten oder dezentralisierten Einheitsstaaten. Bedingt durch eine nur begrenzte Bereitschaft von Nationalstaaten, Souveranitatsrechte abzugeben, werden Kompetenzen oft nur teilweise in Aufgabenbereichen auf europaische Institutionen verlagert, wodurch eine Tendenz zur Kompetenzteilung und - verflechtung entsteht. Ein Mehrebenensystem zeichnet sich demnach durch eine Aufteilung von Kompetenzen und Ressourcen auf unterschiedliche Ebenen aus. Des Weiteren ist Mehrebenenpolitik jenseits des Nationalstaates durch eine starkere sektorale Fragmentierung und eine wesentlich grossere sowie heterogenere Anzahl von Akteuren gekennzeichnet, wodurch Koordinationsschwierigkeiten entstehen. Hinzu kommt, dass politische Prozesse in der Regel nicht auf einer Ebene beschrankt, sondern ebenenuberschreitend stattf