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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Deutsch - Gattungen, Note: 1,7, Universitat Potsdam (Institut fur Germanistik), Veranstaltung: Die Kurzgeschichte - ein Chamaleon der literarischen Gattung , Sprache: Deutsch, Abstract: Ebenso, wie die Nationalsozialisten in der ‘Rasse’ ihres Volkes alle nur erdenklich guten und edlen Eigenschaften zu erkennen glaubten, setzten sie die ‘Gegenrasse’ mit allen negativen Attributen gleich: hasslich, faul, parasitar. Es entstand das Bild des ‘Untermenschen’, des ‘Nicht-Menschen’. (N. Orland). In diesem Zitat werden der Antisemitismus und die Judenverfolgung zur Zeit des Nationalsozialismus deutlich, welche wichtige Grundpfeiler nationalsozialistischen Denkens sind. Es deutet auf die systematische Vernichtung der judischen Bevoelkerung des Dritten Reich hin. Auch Elisabeth Langhauser, eine der bedeutendsten Dichterinnen der Nachkriegsliteratur in Deutschland, musste sich zwangslaufig aufgrund ihrer Abstammung diesem Thema stellen. Sie war nach dem Reichsburgergesetz vom 14. November 1935 als Halbjudin eingestuft worden, da sie von volljudischen Grosseltern abstammte, jedoch keine weitere Verbindung zum Judentum hatte. Langgasser wurde katholisch getauft und war auch streng glaubig. Spuren ihrer Glaubigkeit und die Auseinandersetzung mit dem Thema Judenverfolgung findet man auch in ihrer Kurzgeschichte Saisonbeginn . Der Schwerpunkt ihrer Geschichte liegt auf dem Motiv der Judenfeindlichkeit und auf den Reaktionen der handelnden Personen. Sie kritisiert die Widerstandslosigkeit und das Gefuhl der Gleichgultigkeit in einer knappen, expressiven Kurzgeschichte, die ich nachfolgend analysieren werde. Ziel meiner Arbeit ist es, das Motiv der Judenfeindlichkeit in dieser Kurzgeschichte naher zu beleuchten. Dazu moechte ich als erstes klaren, ob sich bei der hier vorliegenden Kurzgeschichte auch wirklich um eine solche handelt. Des Weiteren moechte ich auf den historischen und persoenlichen Hintergrund eingehen. Ich werde den
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Deutsch - Gattungen, Note: 1,7, Universitat Potsdam (Institut fur Germanistik), Veranstaltung: Die Kurzgeschichte - ein Chamaleon der literarischen Gattung , Sprache: Deutsch, Abstract: Ebenso, wie die Nationalsozialisten in der ‘Rasse’ ihres Volkes alle nur erdenklich guten und edlen Eigenschaften zu erkennen glaubten, setzten sie die ‘Gegenrasse’ mit allen negativen Attributen gleich: hasslich, faul, parasitar. Es entstand das Bild des ‘Untermenschen’, des ‘Nicht-Menschen’. (N. Orland). In diesem Zitat werden der Antisemitismus und die Judenverfolgung zur Zeit des Nationalsozialismus deutlich, welche wichtige Grundpfeiler nationalsozialistischen Denkens sind. Es deutet auf die systematische Vernichtung der judischen Bevoelkerung des Dritten Reich hin. Auch Elisabeth Langhauser, eine der bedeutendsten Dichterinnen der Nachkriegsliteratur in Deutschland, musste sich zwangslaufig aufgrund ihrer Abstammung diesem Thema stellen. Sie war nach dem Reichsburgergesetz vom 14. November 1935 als Halbjudin eingestuft worden, da sie von volljudischen Grosseltern abstammte, jedoch keine weitere Verbindung zum Judentum hatte. Langgasser wurde katholisch getauft und war auch streng glaubig. Spuren ihrer Glaubigkeit und die Auseinandersetzung mit dem Thema Judenverfolgung findet man auch in ihrer Kurzgeschichte Saisonbeginn . Der Schwerpunkt ihrer Geschichte liegt auf dem Motiv der Judenfeindlichkeit und auf den Reaktionen der handelnden Personen. Sie kritisiert die Widerstandslosigkeit und das Gefuhl der Gleichgultigkeit in einer knappen, expressiven Kurzgeschichte, die ich nachfolgend analysieren werde. Ziel meiner Arbeit ist es, das Motiv der Judenfeindlichkeit in dieser Kurzgeschichte naher zu beleuchten. Dazu moechte ich als erstes klaren, ob sich bei der hier vorliegenden Kurzgeschichte auch wirklich um eine solche handelt. Des Weiteren moechte ich auf den historischen und persoenlichen Hintergrund eingehen. Ich werde den