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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - AEltere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1,0, Albert-Ludwigs-Universitat Freiburg, Veranstaltung: Proseminar Lanzelet SS 2008, 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: (…) Deutlich wird hier die erfundene aventiure als Transmitter einer hoeheren, moralisch- erbauenden Weisheit prasentiert. Der Wert von Literatur wird dabei ausdrucklich uber ihr belehrendes Potential und die durch sie erfolgende charakterliche Besserung des Rezipienten definiert. Problematisch erscheinen vor diesem Hintergrund dann aber solche Erzahlungen, bei denen das Publikum nicht mehr zwischen Ernst und Ironie, Fiktion und Wirklichkeit, Didaxe und Belustigung unterscheiden kann. Genau dies scheint aber dem Lanzelet Ulrichs von Zatzikhoven lange zum Verhangnis geworden zu sein. Je nach zeitgenoessischem Gusto verherrlichte man ihn als neue Form der Tugendlehre im Sinne der Werke eines Thomasin oder Gregorius, oder man verurteilte ihn als frappierend inhaltsloses und zudem stilistisch defizitares Imitat der Artusepik Hartmann'scher bzw. Cretien'scher Pragung. Die vorliegende Analyse sieht ihr Ziel darin, die Position des Lanzelet im Spannungsfeld von delectare und prodesse anhand der Ausgestaltung der Erzahlerrolle neu zu bestimmen. Dabei sollen zuerst Einzelcharakteristika wie die aphoristischen Sinnspruche, die Erzahlerkommentare sowie die narratologische Prasentation des Helden eine genauere Untersuchung erfahren. Im Folgenden seien dann die Einzeldiagnosen durch die Diskussion der Fiktionalitatsfrage und in der Darstellung der divergierenden Forschungsansatze exemplarisch zusammengefasst. Schlussendlich soll auch der Versuch einer ganzheitlichen Zusammenschau der festgestellten Ergebnisse eine neue Sichtweise auf die Ausgestaltung des mittelalterlich- literarischen Moral- und Wertediskurs eroeffnen.
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - AEltere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1,0, Albert-Ludwigs-Universitat Freiburg, Veranstaltung: Proseminar Lanzelet SS 2008, 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: (…) Deutlich wird hier die erfundene aventiure als Transmitter einer hoeheren, moralisch- erbauenden Weisheit prasentiert. Der Wert von Literatur wird dabei ausdrucklich uber ihr belehrendes Potential und die durch sie erfolgende charakterliche Besserung des Rezipienten definiert. Problematisch erscheinen vor diesem Hintergrund dann aber solche Erzahlungen, bei denen das Publikum nicht mehr zwischen Ernst und Ironie, Fiktion und Wirklichkeit, Didaxe und Belustigung unterscheiden kann. Genau dies scheint aber dem Lanzelet Ulrichs von Zatzikhoven lange zum Verhangnis geworden zu sein. Je nach zeitgenoessischem Gusto verherrlichte man ihn als neue Form der Tugendlehre im Sinne der Werke eines Thomasin oder Gregorius, oder man verurteilte ihn als frappierend inhaltsloses und zudem stilistisch defizitares Imitat der Artusepik Hartmann'scher bzw. Cretien'scher Pragung. Die vorliegende Analyse sieht ihr Ziel darin, die Position des Lanzelet im Spannungsfeld von delectare und prodesse anhand der Ausgestaltung der Erzahlerrolle neu zu bestimmen. Dabei sollen zuerst Einzelcharakteristika wie die aphoristischen Sinnspruche, die Erzahlerkommentare sowie die narratologische Prasentation des Helden eine genauere Untersuchung erfahren. Im Folgenden seien dann die Einzeldiagnosen durch die Diskussion der Fiktionalitatsfrage und in der Darstellung der divergierenden Forschungsansatze exemplarisch zusammengefasst. Schlussendlich soll auch der Versuch einer ganzheitlichen Zusammenschau der festgestellten Ergebnisse eine neue Sichtweise auf die Ausgestaltung des mittelalterlich- literarischen Moral- und Wertediskurs eroeffnen.