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Das prototypische Subjekt steht im Nominativ und druckt den Tater aus. Ob diese Binsenweisheit auch fur das nach der Dependenzgrammatik definierte syntaktische Subjekt in zwei strukturell so unterschiedlichen Sprachen wie dem Deutschen und dem Finnischen gilt, wird anhand einer bilateralen Korpusuntersuchung uberpruft. Die morphosyntaktische Korpusanalyse zeigt, dass das Subjekt in keiner der beiden Sprachen mit der Nominativ-NP gleichzusetzen ist; vor allem im Finnischen sind seine morphosyntaktischen Formen - nicht zuletzt wegen des synthetischen Sprachbaus - vielschichtig und das Fehlen der Subjekt-NP nicht selten. Fur die semantische Korpusanalyse wird eine valenzintegrierte Rollenkonzeption entwickelt, durch die nicht nur bewiesen wird, dass die relational-semantischen Inhalte des Subjekts vielseitig sind, sondern auch aufgezeigt werden kann, dass weder im Deutschen noch im Finnischen die agentivische Tater-Rolle die primare Subjektrolle ist.
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Das prototypische Subjekt steht im Nominativ und druckt den Tater aus. Ob diese Binsenweisheit auch fur das nach der Dependenzgrammatik definierte syntaktische Subjekt in zwei strukturell so unterschiedlichen Sprachen wie dem Deutschen und dem Finnischen gilt, wird anhand einer bilateralen Korpusuntersuchung uberpruft. Die morphosyntaktische Korpusanalyse zeigt, dass das Subjekt in keiner der beiden Sprachen mit der Nominativ-NP gleichzusetzen ist; vor allem im Finnischen sind seine morphosyntaktischen Formen - nicht zuletzt wegen des synthetischen Sprachbaus - vielschichtig und das Fehlen der Subjekt-NP nicht selten. Fur die semantische Korpusanalyse wird eine valenzintegrierte Rollenkonzeption entwickelt, durch die nicht nur bewiesen wird, dass die relational-semantischen Inhalte des Subjekts vielseitig sind, sondern auch aufgezeigt werden kann, dass weder im Deutschen noch im Finnischen die agentivische Tater-Rolle die primare Subjektrolle ist.