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This title is printed to order. This book may have been self-published. If so, we cannot guarantee the quality of the content. In the main most books will have gone through the editing process however some may not. We therefore suggest that you be aware of this before ordering this book. If in doubt check either the author or publisher’s details as we are unable to accept any returns unless they are faulty. Please contact us if you have any questions.
Im Mittelpunkt der Untersuchung steht Frank Wedekinds (1864-1918) Stuck Die Buchse der Pandora. Eine Monstretragoedie, die 1892-1894 in Paris geschriebene und fast ein Jahrhundert lang unterdruckte erste Fassung von ‘Lulu’. Auf dem Hintergrund neu entdeckter franzoesischer Quellen wird das in der Literaturwissenschaft kaum beachtete Drama erstmals ausfuhrlich interpretiert. Dabei fuhrt der an Foucault orientierte Blick auf den Sexualdiskurs der Epoche zu einer grundlegenden Revision des traditionellen Wedekind-Bildes: Die Monstretragoedie lasst sich nicht auf einen provokativen Bruch mit vermeintlichen Sexualtabus reduzieren; sie gestaltet vielmehr eine radikale Kritik an dem zunehmend zweckrationalen Umgang mit Sexualitat in der burgerlichen Gesellschaft. Solche Erkenntnis vermittelt das im Vergleich mit der zeitgenoessischen Dramatik extrem moderne Stuck durch das Verfahren grotesker Montage, das Wedekinds Beitrag zur Retheatralisierung des Theaters um 1900 darstellt. In ihrem zweiten Teil interpretiert die Studie die jahrzehntelang relevanten - da einzig zuganglichen - spateren Fassungen Erdgeist und Die Buchse der Pandora in drei Akten, die bis heute als ‘Lulu-Doppeltragoedie’ missverstanden werden. In kritischer Abgrenzung zur Pariser Fassung werden diese beiden Stucke nun editionsphilologisch konsequent - unabhangig voneinander und in ihren unterschiedlichen Textstufen - analysiert: als Zeugnisse eines von Zensur und Selbstzensur erzwungenen Anpassungsprozesses. Verglichen mit der Monstretragoedie, erweisen sich diese bekannten Dramen als blosse Affirmation epochenspezifischer Vorstellungen uber Weiblichkeit und Sexualitat.
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Im Mittelpunkt der Untersuchung steht Frank Wedekinds (1864-1918) Stuck Die Buchse der Pandora. Eine Monstretragoedie, die 1892-1894 in Paris geschriebene und fast ein Jahrhundert lang unterdruckte erste Fassung von ‘Lulu’. Auf dem Hintergrund neu entdeckter franzoesischer Quellen wird das in der Literaturwissenschaft kaum beachtete Drama erstmals ausfuhrlich interpretiert. Dabei fuhrt der an Foucault orientierte Blick auf den Sexualdiskurs der Epoche zu einer grundlegenden Revision des traditionellen Wedekind-Bildes: Die Monstretragoedie lasst sich nicht auf einen provokativen Bruch mit vermeintlichen Sexualtabus reduzieren; sie gestaltet vielmehr eine radikale Kritik an dem zunehmend zweckrationalen Umgang mit Sexualitat in der burgerlichen Gesellschaft. Solche Erkenntnis vermittelt das im Vergleich mit der zeitgenoessischen Dramatik extrem moderne Stuck durch das Verfahren grotesker Montage, das Wedekinds Beitrag zur Retheatralisierung des Theaters um 1900 darstellt. In ihrem zweiten Teil interpretiert die Studie die jahrzehntelang relevanten - da einzig zuganglichen - spateren Fassungen Erdgeist und Die Buchse der Pandora in drei Akten, die bis heute als ‘Lulu-Doppeltragoedie’ missverstanden werden. In kritischer Abgrenzung zur Pariser Fassung werden diese beiden Stucke nun editionsphilologisch konsequent - unabhangig voneinander und in ihren unterschiedlichen Textstufen - analysiert: als Zeugnisse eines von Zensur und Selbstzensur erzwungenen Anpassungsprozesses. Verglichen mit der Monstretragoedie, erweisen sich diese bekannten Dramen als blosse Affirmation epochenspezifischer Vorstellungen uber Weiblichkeit und Sexualitat.