Readings Newsletter
Become a Readings Member to make your shopping experience even easier.
Sign in or sign up for free!
You’re not far away from qualifying for FREE standard shipping within Australia
You’ve qualified for FREE standard shipping within Australia
The cart is loading…
This title is printed to order. This book may have been self-published. If so, we cannot guarantee the quality of the content. In the main most books will have gone through the editing process however some may not. We therefore suggest that you be aware of this before ordering this book. If in doubt check either the author or publisher’s details as we are unable to accept any returns unless they are faulty. Please contact us if you have any questions.
Das Buch bietet die Resultate eines langjahrig verfolgten Projekts ‘forschenden Lernens’, das sich in der akademischen Lehre als eine Schule in Philologie wie analytischer Interpretation herausbildete und bewahrte. Es widmet sich Johann Friedrich Oberlins Bericht Herr L… von 1778, der den Aufenthalt des Sturm-und-Drang-Dichters Jacob M.R. Lenz im elsassischen Steintal uberliefert und eine doppelte literaturgeschichtliche Relevanz erlangt hat: Der Bericht ist das bedeutendste Zeugnis zur ratselhaft katastrophalen Biographie von Lenz und diente Georg Buchner 1835 als Hauptquelle fur sein Erzahlprojekt Lenz. Die Darstellungen und Studien des Buchs reprasentieren ein breitgefachertes literaturwissenschaftliches Untersuchungsspektrum und vermitteln quellenkundliche, literarhistorische, mentalitatsgeschichtliche und tiefenpsychologische Erkenntnisse. Die Teile I bis III enthalten die Kritische Ausgabe der Handschrift Herr L…, eine Dokumentation der Textuberlieferung des Berichts und die Kritik der Textuberlieferung August Stoebers, der mit seinem Textverstandnis und den von ihm produzierten Varianten das literaturgeschichtliche Bild vom angeblichen ‘Wahnsinn’ des melancholiekranken Lenz nachhaltig bestimmt hat; als Fallstudie ermoeglicht diese Untersuchung einen konkreten Begriff von der Praxis und den Hintergrunden des vor-kritischen Editionsverfahrens. Teil IV, Kritik der Quellentextgeschichte zu Buchners Lenz-Entwurf, analysiert den verzwickten UEberlieferungsweg des Oberlin-Berichts, erstellt das Stemma und gibt der quellenkundlichen und der textgenetischen Forschung zu Buchners Lenz eine philologische Grundlage. Teil V als Analyse und Interpretationsbeispiel macht den Ertrag philologischer Arbeit in ihrer hermeneutischen Tragweite sichtbar, indem hier ein Detail der Textkritik als autobiographisches Deutbild Lenzens erschlossen wird, mit dem er seine problematische Lebenssituation - nach der Verbannung aus Weimar und dem Verlust der Freundschaft Goethes - begriff und das er auch von anderen verstanden haben wollte.
$9.00 standard shipping within Australia
FREE standard shipping within Australia for orders over $100.00
Express & International shipping calculated at checkout
This title is printed to order. This book may have been self-published. If so, we cannot guarantee the quality of the content. In the main most books will have gone through the editing process however some may not. We therefore suggest that you be aware of this before ordering this book. If in doubt check either the author or publisher’s details as we are unable to accept any returns unless they are faulty. Please contact us if you have any questions.
Das Buch bietet die Resultate eines langjahrig verfolgten Projekts ‘forschenden Lernens’, das sich in der akademischen Lehre als eine Schule in Philologie wie analytischer Interpretation herausbildete und bewahrte. Es widmet sich Johann Friedrich Oberlins Bericht Herr L… von 1778, der den Aufenthalt des Sturm-und-Drang-Dichters Jacob M.R. Lenz im elsassischen Steintal uberliefert und eine doppelte literaturgeschichtliche Relevanz erlangt hat: Der Bericht ist das bedeutendste Zeugnis zur ratselhaft katastrophalen Biographie von Lenz und diente Georg Buchner 1835 als Hauptquelle fur sein Erzahlprojekt Lenz. Die Darstellungen und Studien des Buchs reprasentieren ein breitgefachertes literaturwissenschaftliches Untersuchungsspektrum und vermitteln quellenkundliche, literarhistorische, mentalitatsgeschichtliche und tiefenpsychologische Erkenntnisse. Die Teile I bis III enthalten die Kritische Ausgabe der Handschrift Herr L…, eine Dokumentation der Textuberlieferung des Berichts und die Kritik der Textuberlieferung August Stoebers, der mit seinem Textverstandnis und den von ihm produzierten Varianten das literaturgeschichtliche Bild vom angeblichen ‘Wahnsinn’ des melancholiekranken Lenz nachhaltig bestimmt hat; als Fallstudie ermoeglicht diese Untersuchung einen konkreten Begriff von der Praxis und den Hintergrunden des vor-kritischen Editionsverfahrens. Teil IV, Kritik der Quellentextgeschichte zu Buchners Lenz-Entwurf, analysiert den verzwickten UEberlieferungsweg des Oberlin-Berichts, erstellt das Stemma und gibt der quellenkundlichen und der textgenetischen Forschung zu Buchners Lenz eine philologische Grundlage. Teil V als Analyse und Interpretationsbeispiel macht den Ertrag philologischer Arbeit in ihrer hermeneutischen Tragweite sichtbar, indem hier ein Detail der Textkritik als autobiographisches Deutbild Lenzens erschlossen wird, mit dem er seine problematische Lebenssituation - nach der Verbannung aus Weimar und dem Verlust der Freundschaft Goethes - begriff und das er auch von anderen verstanden haben wollte.