Readings Newsletter
Become a Readings Member to make your shopping experience even easier.
Sign in or sign up for free!
You’re not far away from qualifying for FREE standard shipping within Australia
You’ve qualified for FREE standard shipping within Australia
The cart is loading…
This title is printed to order. This book may have been self-published. If so, we cannot guarantee the quality of the content. In the main most books will have gone through the editing process however some may not. We therefore suggest that you be aware of this before ordering this book. If in doubt check either the author or publisher’s details as we are unable to accept any returns unless they are faulty. Please contact us if you have any questions.
Ein Ratsel der Weltliteratur schien geloest, als 1973 Peter Honegger den Autor des anonym uberlieferten Eulenspiegel mit dem Braunschweiger Zollschreiber Hermann Bote identifizierte. Dass diese begeistert gefeierte und in den Literaturgeschichten festgeschriebene Werkzuweisung ganz elementare Fragen der Entstehungsgeschichte offen lasst, wurde bislang weitgehend verdrangt. Als entscheidendes Problem erscheint hier die Diskrepanz zwischen dem niederdeutschen Autor Bote und dem oberdeutschen Text, dessen UEberlieferungsgeschichte Anfang des 16. Jahrhunderts mit drei Fruhdrucken aus der Strassburger Offizin des erfolgreichen Druckers Johannes Gruninger beginnt. Von diesem - gerade in der neueren Eulenspiegel-Forschung - konsequent ignorierten Druckort aus betrachtet erscheint die Entstehungsgeschichte des Eulenspiegel in einem voellig anderen Licht. In der Verbindung von buchkundlichen (z.B. typographisches Konzept, Werkstattsituation) und literaturwissenschaftlichen (z.B. Werkstruktur, Rekrutierungsmoeglichkeiten potentieller Quellen) Untersuchungskomplexen kommt die Arbeit zu einem eindeutigen Befund: Sein weltliterarisches Profil erhielt der Eulenspiegel nicht in der Braunschweiger Zollschreiberbude Hermann Botes, sondern vor dem Setzkasten der Gruningerschen Druckerei in Strassburg.
$9.00 standard shipping within Australia
FREE standard shipping within Australia for orders over $100.00
Express & International shipping calculated at checkout
This title is printed to order. This book may have been self-published. If so, we cannot guarantee the quality of the content. In the main most books will have gone through the editing process however some may not. We therefore suggest that you be aware of this before ordering this book. If in doubt check either the author or publisher’s details as we are unable to accept any returns unless they are faulty. Please contact us if you have any questions.
Ein Ratsel der Weltliteratur schien geloest, als 1973 Peter Honegger den Autor des anonym uberlieferten Eulenspiegel mit dem Braunschweiger Zollschreiber Hermann Bote identifizierte. Dass diese begeistert gefeierte und in den Literaturgeschichten festgeschriebene Werkzuweisung ganz elementare Fragen der Entstehungsgeschichte offen lasst, wurde bislang weitgehend verdrangt. Als entscheidendes Problem erscheint hier die Diskrepanz zwischen dem niederdeutschen Autor Bote und dem oberdeutschen Text, dessen UEberlieferungsgeschichte Anfang des 16. Jahrhunderts mit drei Fruhdrucken aus der Strassburger Offizin des erfolgreichen Druckers Johannes Gruninger beginnt. Von diesem - gerade in der neueren Eulenspiegel-Forschung - konsequent ignorierten Druckort aus betrachtet erscheint die Entstehungsgeschichte des Eulenspiegel in einem voellig anderen Licht. In der Verbindung von buchkundlichen (z.B. typographisches Konzept, Werkstattsituation) und literaturwissenschaftlichen (z.B. Werkstruktur, Rekrutierungsmoeglichkeiten potentieller Quellen) Untersuchungskomplexen kommt die Arbeit zu einem eindeutigen Befund: Sein weltliterarisches Profil erhielt der Eulenspiegel nicht in der Braunschweiger Zollschreiberbude Hermann Botes, sondern vor dem Setzkasten der Gruningerschen Druckerei in Strassburg.