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Das hier erstmals auf Deutsch vorgelegte Werk aus dem Jahr 1941 kann zum einen - biographisch - als Haupt- und Schlusspunkt der konjunktur- und kapitaltheoretischen Forschungen Hayeks gesehen werden, zum anderen - dogmengeschichtlich - als Angelpunkt in einer beinahe ein Jahrhundert wahrenden internationalen Diskussion kapitaltheoretischer Konzepte. Aus der oesterreichischen Tradition Boehm-Bawerks herkommend, entwickelt Hayek in grundlicher, auch graphisch veranschaulichter Analyse moeglicher Varianten der Einsatz-Ausstoss-Struktur der Produktion im Zeitablauf eine dreidimensionale Vorstellung von Kapital und erarbeitet im Rahmen eines intertemporalen Gleichgewichtsmodells die guterwirtschaftlichen Grundlagen der Zinsbildung. Auf den heutigen, in der Regel anglo-amerikanisch geschulten Leser kann vieles aus Hayeks Gedankenwelt neu und verstandnisvertiefend wirken, wenn auch die dem Werk zugrundeliegende Idee der Knappheit realen Kapitals in gegenwartigen westlichen Wirtschaften nicht das zentrale oekonomische Problem ist. Anwendbar und durchaus aktuell hingegen ist das Knappheitskonzept, sobald nicht von Kapital allgemein gesprochen wird, sondern spezifisch von Humankapital. Angesichts des grossen Zeitbedarfes von dessen Produktion werden die von Hayek analysierten Wirkungen der Verlangerung und Verkurzung von Investitionsperioden zu entscheidungsbestimmenden Groessen. Im Nachwort sichtet Erich W. Streissler die Hayekschen Annahmen kritisch und bestimmt die Stellung des Werkes im theoriegeschichtlichen Zusammenhang - durch Bezugnahme auf einschlagige Untersuchungen von Boehm-Bawerk, Schumpeter, Keynes, J. Robinson, Sraffa und Hicks.
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Das hier erstmals auf Deutsch vorgelegte Werk aus dem Jahr 1941 kann zum einen - biographisch - als Haupt- und Schlusspunkt der konjunktur- und kapitaltheoretischen Forschungen Hayeks gesehen werden, zum anderen - dogmengeschichtlich - als Angelpunkt in einer beinahe ein Jahrhundert wahrenden internationalen Diskussion kapitaltheoretischer Konzepte. Aus der oesterreichischen Tradition Boehm-Bawerks herkommend, entwickelt Hayek in grundlicher, auch graphisch veranschaulichter Analyse moeglicher Varianten der Einsatz-Ausstoss-Struktur der Produktion im Zeitablauf eine dreidimensionale Vorstellung von Kapital und erarbeitet im Rahmen eines intertemporalen Gleichgewichtsmodells die guterwirtschaftlichen Grundlagen der Zinsbildung. Auf den heutigen, in der Regel anglo-amerikanisch geschulten Leser kann vieles aus Hayeks Gedankenwelt neu und verstandnisvertiefend wirken, wenn auch die dem Werk zugrundeliegende Idee der Knappheit realen Kapitals in gegenwartigen westlichen Wirtschaften nicht das zentrale oekonomische Problem ist. Anwendbar und durchaus aktuell hingegen ist das Knappheitskonzept, sobald nicht von Kapital allgemein gesprochen wird, sondern spezifisch von Humankapital. Angesichts des grossen Zeitbedarfes von dessen Produktion werden die von Hayek analysierten Wirkungen der Verlangerung und Verkurzung von Investitionsperioden zu entscheidungsbestimmenden Groessen. Im Nachwort sichtet Erich W. Streissler die Hayekschen Annahmen kritisch und bestimmt die Stellung des Werkes im theoriegeschichtlichen Zusammenhang - durch Bezugnahme auf einschlagige Untersuchungen von Boehm-Bawerk, Schumpeter, Keynes, J. Robinson, Sraffa und Hicks.