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Der Reichshofrat bestand bis zum Ende des Heiligen Roemischen Reichs deutscher Nation. Er war kaiserliche Regierungsbehoerde sowie Beratungsorgan des Kaisers. Er stellt mit dem Reichskammergericht eines der wichtigsten Hoechstgerichte im Alten Reich dar. Die genauen Tatigkeitsbereiche und seine Wirkung innerhalb des Reiches sind allerdings bis heute erst in Ansatzen analysiert worden. Gleiches gilt fur die Verbindung der judischen Bevoelkerung als Minderheit im Alten Reich zum Kaiser als ihren Schutzherren. Diese Verbindungen vermittelten sich u. a. uber den Reichshofrat und liegen bis heute weitestgehend im Dunkeln. Das Buch erhellt einen Ausschnitt dieses Verhaltnisses: die reichshofratlichen Prozesse, in denen Juden gegen adelige Herrschaften des Heiligen Roemischen Reiches klagten. Es geht besonders der Bedeutung des Reichshofrats zum einen fur die Juden und zum anderen fur das Reichsoberhaupt im diachronen Vergleich der Regierungszeiten Rudolfs II. (1576-1612) und Franz I. Stephans (1745-1765) nach. Dabei stehen keine Einzelfalle im Fokus der Untersuchung, sondern die Summe der von Juden in ihren Prozessen gegen die Reichsadeligen als Elite des Alten Reichs verwendeten Handlungs- und Argumentationsstrategien und Selbstbilder. Auf diese Weise wird ein neuer Blick auf diese Minderheit abseits einer blossen Verfolgungsgeschichte geworfen. Das Buch zeigt, dass Juden als selbstbewusst agierende Bevoelkerungsgruppe ein akzeptierter Bestandteil der fruhneuzeitlichen Gesellschaft waren und sich nicht am Rande, sondern sich in der Mitte des Alten Reiches befanden.
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Der Reichshofrat bestand bis zum Ende des Heiligen Roemischen Reichs deutscher Nation. Er war kaiserliche Regierungsbehoerde sowie Beratungsorgan des Kaisers. Er stellt mit dem Reichskammergericht eines der wichtigsten Hoechstgerichte im Alten Reich dar. Die genauen Tatigkeitsbereiche und seine Wirkung innerhalb des Reiches sind allerdings bis heute erst in Ansatzen analysiert worden. Gleiches gilt fur die Verbindung der judischen Bevoelkerung als Minderheit im Alten Reich zum Kaiser als ihren Schutzherren. Diese Verbindungen vermittelten sich u. a. uber den Reichshofrat und liegen bis heute weitestgehend im Dunkeln. Das Buch erhellt einen Ausschnitt dieses Verhaltnisses: die reichshofratlichen Prozesse, in denen Juden gegen adelige Herrschaften des Heiligen Roemischen Reiches klagten. Es geht besonders der Bedeutung des Reichshofrats zum einen fur die Juden und zum anderen fur das Reichsoberhaupt im diachronen Vergleich der Regierungszeiten Rudolfs II. (1576-1612) und Franz I. Stephans (1745-1765) nach. Dabei stehen keine Einzelfalle im Fokus der Untersuchung, sondern die Summe der von Juden in ihren Prozessen gegen die Reichsadeligen als Elite des Alten Reichs verwendeten Handlungs- und Argumentationsstrategien und Selbstbilder. Auf diese Weise wird ein neuer Blick auf diese Minderheit abseits einer blossen Verfolgungsgeschichte geworfen. Das Buch zeigt, dass Juden als selbstbewusst agierende Bevoelkerungsgruppe ein akzeptierter Bestandteil der fruhneuzeitlichen Gesellschaft waren und sich nicht am Rande, sondern sich in der Mitte des Alten Reiches befanden.