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This title is printed to order. This book may have been self-published. If so, we cannot guarantee the quality of the content. In the main most books will have gone through the editing process however some may not. We therefore suggest that you be aware of this before ordering this book. If in doubt check either the author or publisher’s details as we are unable to accept any returns unless they are faulty. Please contact us if you have any questions.
Nach der Veroeffentlichung von Peter Handkes ‘Der kurze Brief zum langen Abschied’ im Jahr 1972 fand sich die aus dem Filmjargon stammende Genre-Bezeichnung Roadmovie in kaum einer der Rezensionen. Im Allgemeinen versuchte man sich stattdessen mit den Begriffen literarischer Gattungen zu behelfen, die traditionellerweise mit dem Reisemotiv in Verbindung stehen. Auch im Rahmen der Veroeffentlichung von Christian Krachts ‘Faserland’ im Jahr 1995 wurde der Begriff ‘Roadmovie’ kaum verwendet. Immerhin wurde Krachts Roman vereinzelt, wie beispielsweise in einer Rezension in ‘Der Spiegel’, in Zusammenhang mit Jack Kerouacs Roadmovie-Roman ‘On the Road’ gebracht. Mittlerweile scheint sich der Begriff ‘Roadmovie’ bei Literaturkritikern etabliert zu haben. In der Folge der Veroeffentlichung von Thomas Klupps ‘Paradiso’ (2009), einem der erfolgreichsten Roadmovie-Romane der jungeren Vergangenheit, fand er sich in der Mehrheit der Rezensionen. Trotz der zunehmenden Verbreitung des Begriffs ‘Roadmovie’ sowie der seit den 1960er-Jahren anhaltenden Popularitat der Roadmovie-Romane bei der deutschen Leserschaft finden sich im deutschsprachigen Raum erstaunlicher Weise kaum literaturwissenschaftliche Untersuchungen, die sich ausfuhrlich mit den Eigenheiten des Genres auseinandersetzen. Da das ‘Leitmedium’ des Genres spatestens seit den 1970er-Jahren der Film war und es sich zudem ursprunglich um ein dezidiert amerikanisches Genre handelte, ist die uberwiegende Mehrheit wissenschaftlicher Arbeiten uber das Roadmovie filmwissenschaftlichen Ursprungs und wurde zumeist von amerikanischen Autoren verfasst. Die vorliegende Studie beschreibt in einem funktionsgeschichtlichen Ansatz die Entwicklung des Roadmovies im Kontext der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Dazu werden unter anderem die sozialwissenschaftlichen Theorien Ulrich Becks, Gerhard Schulzes und Heiner Keupps mit in die Untersuchung einbezogen. Nach einem einleitenden Teil mit komparatistischer Pe
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Nach der Veroeffentlichung von Peter Handkes ‘Der kurze Brief zum langen Abschied’ im Jahr 1972 fand sich die aus dem Filmjargon stammende Genre-Bezeichnung Roadmovie in kaum einer der Rezensionen. Im Allgemeinen versuchte man sich stattdessen mit den Begriffen literarischer Gattungen zu behelfen, die traditionellerweise mit dem Reisemotiv in Verbindung stehen. Auch im Rahmen der Veroeffentlichung von Christian Krachts ‘Faserland’ im Jahr 1995 wurde der Begriff ‘Roadmovie’ kaum verwendet. Immerhin wurde Krachts Roman vereinzelt, wie beispielsweise in einer Rezension in ‘Der Spiegel’, in Zusammenhang mit Jack Kerouacs Roadmovie-Roman ‘On the Road’ gebracht. Mittlerweile scheint sich der Begriff ‘Roadmovie’ bei Literaturkritikern etabliert zu haben. In der Folge der Veroeffentlichung von Thomas Klupps ‘Paradiso’ (2009), einem der erfolgreichsten Roadmovie-Romane der jungeren Vergangenheit, fand er sich in der Mehrheit der Rezensionen. Trotz der zunehmenden Verbreitung des Begriffs ‘Roadmovie’ sowie der seit den 1960er-Jahren anhaltenden Popularitat der Roadmovie-Romane bei der deutschen Leserschaft finden sich im deutschsprachigen Raum erstaunlicher Weise kaum literaturwissenschaftliche Untersuchungen, die sich ausfuhrlich mit den Eigenheiten des Genres auseinandersetzen. Da das ‘Leitmedium’ des Genres spatestens seit den 1970er-Jahren der Film war und es sich zudem ursprunglich um ein dezidiert amerikanisches Genre handelte, ist die uberwiegende Mehrheit wissenschaftlicher Arbeiten uber das Roadmovie filmwissenschaftlichen Ursprungs und wurde zumeist von amerikanischen Autoren verfasst. Die vorliegende Studie beschreibt in einem funktionsgeschichtlichen Ansatz die Entwicklung des Roadmovies im Kontext der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Dazu werden unter anderem die sozialwissenschaftlichen Theorien Ulrich Becks, Gerhard Schulzes und Heiner Keupps mit in die Untersuchung einbezogen. Nach einem einleitenden Teil mit komparatistischer Pe