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Karin Rosner wird im Oktober 1928 im polnischen Radomsko geboren. Es ist der Beginn eines Lebens, das ruckblickend die Geschichte einer Reise ist - und zugleich ein Zeugnis der jungeren deutschen Geschichte. Als das deutsche Reich und die Sowjetunion gemeinsam Polen uberfallen, ist dies das Ende einer idyllischen Kindheit. Als Tochter eines deutschen Gutsdirektors muss sie mit ihrer Familie ins deutsch besetzte Lodz - damals Litzmannstadt - fliehen. Als 1945 der Zusammenbruch des dritten Reichs und die sowjetischen Truppen von Osten nahen, wird eine erneute Flucht noetig, die sie ins thuringische Ilmenau fuhrt. Nachdem ihr Vater bereits von Partisanen erschossen wurde, verliert sie dort auch ihre Mutter. Als sich die SPD 1946 in Berlin dem Zusammenschluss mit der KPD verweigert, tritt sie, beeindruckt von diesem Entschluss, in die Partei ein. Das macht eine erneute Flucht notwendig - diesmal als politisch Verfolgte in den Westen. Zusammen mit ihrem ersten Ehemann verschlagt es sie in den Landkreis Holzminden. Dass sie hier den Rest ihres Lebens verbringen wird, ist damals nicht abzusehen: Sie ist vollauf damit beschaftigt, sich den Herausforderungen der Nachkriegsjahre zu stellen- darunter das Abenteuer, zwei Kinder grosszuziehen. Als sie 1949 ihren Mann bei der Ausubung seiner Tatigkeit als freier Mitarbeiter einer Lokalzeitung hilft und ihren ersten Artikel auf einer geliehenen Schreibmaschine tippt, ahnt sie noch nicht, dass dies der Beginn eines Berufswegs ist. So beginnt ihre persoenliche Erfolgsgeschichte, die erstaunliche Biografie einer alleinerziehenden Frau, die sich in einer damals noch typischen Mannerdomane bewahrt; aus sporadischen Artikeln wird eine regulare freie Mitarbeit in einem immer weiter wachsenden Gebiet, aus der freien Mitarbeit eine feste Stelle, aus der festen Stelle die Leitung einer Bezirksredaktion der Hannoverschen Presse . Langsam erwachst aus dem Kampf ums UEberleben ein Leben, und Koch-Rosner erlebt ihr persoenliches Wirtschaftsw
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Karin Rosner wird im Oktober 1928 im polnischen Radomsko geboren. Es ist der Beginn eines Lebens, das ruckblickend die Geschichte einer Reise ist - und zugleich ein Zeugnis der jungeren deutschen Geschichte. Als das deutsche Reich und die Sowjetunion gemeinsam Polen uberfallen, ist dies das Ende einer idyllischen Kindheit. Als Tochter eines deutschen Gutsdirektors muss sie mit ihrer Familie ins deutsch besetzte Lodz - damals Litzmannstadt - fliehen. Als 1945 der Zusammenbruch des dritten Reichs und die sowjetischen Truppen von Osten nahen, wird eine erneute Flucht noetig, die sie ins thuringische Ilmenau fuhrt. Nachdem ihr Vater bereits von Partisanen erschossen wurde, verliert sie dort auch ihre Mutter. Als sich die SPD 1946 in Berlin dem Zusammenschluss mit der KPD verweigert, tritt sie, beeindruckt von diesem Entschluss, in die Partei ein. Das macht eine erneute Flucht notwendig - diesmal als politisch Verfolgte in den Westen. Zusammen mit ihrem ersten Ehemann verschlagt es sie in den Landkreis Holzminden. Dass sie hier den Rest ihres Lebens verbringen wird, ist damals nicht abzusehen: Sie ist vollauf damit beschaftigt, sich den Herausforderungen der Nachkriegsjahre zu stellen- darunter das Abenteuer, zwei Kinder grosszuziehen. Als sie 1949 ihren Mann bei der Ausubung seiner Tatigkeit als freier Mitarbeiter einer Lokalzeitung hilft und ihren ersten Artikel auf einer geliehenen Schreibmaschine tippt, ahnt sie noch nicht, dass dies der Beginn eines Berufswegs ist. So beginnt ihre persoenliche Erfolgsgeschichte, die erstaunliche Biografie einer alleinerziehenden Frau, die sich in einer damals noch typischen Mannerdomane bewahrt; aus sporadischen Artikeln wird eine regulare freie Mitarbeit in einem immer weiter wachsenden Gebiet, aus der freien Mitarbeit eine feste Stelle, aus der festen Stelle die Leitung einer Bezirksredaktion der Hannoverschen Presse . Langsam erwachst aus dem Kampf ums UEberleben ein Leben, und Koch-Rosner erlebt ihr persoenliches Wirtschaftsw