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Studienarbeit aus dem Jahr 1996 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,5, Freie Universitat Berlin, 27 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Krankheit, Therapie und ihr Verhaltnis zu Kunst und Leben sind zentrale Begriffe sowohl in Adolf Muschgs literarischem Werk als auch Gegenstand seiner essayistischen und poetologischen AEusserungen. Jedem Gedanken an Heilung und Therapie geht eine bestimmte Vorstellung voraus, wo sie anzusetzen habe, welches die Ursachen der Krankheit sind. Die Aussage des Autors, dass die Krankheit des einzelnen symptomatisch fur die Krankheit der Gesellschaft steht, verweist auf seinen zivilisationskritischen Impetus. Zwangslaufig muss also bei einer Untersuchung des Krankheitskonzeptes und Krankheitsmotivs in Muschgs Werken den Themenfeldern Kunst und Therapie besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Kunst wird von ihm auf ihr therapeutisches Potenzial befragt und ihr wird eine Hinweisfunktion zugestanden, die das grundsatzliche Leiden des Menschen an der Zivilisation in Erinnerung ruft. Allerdings kann sich Kunst im Extremfall als lebensfeindlich darstellen. Der nicht aufzuhebenden Ambivalenz, mit der Kunst Leben entzieht und wieder an es heranfuhrt, wird im Abschnitt Kunst als Symptom: Ganzheitliche Suche im segmentierten Dasein nachgegangen. Muschgs ‘Krankheitskonzept’, dem eine ganzheitliche Sicht im Gegensatz zum dominierenden iatrotechnischen Krankheitskonzept eigen ist, wird mit Susan Sontags Position ( Krankheit als Metapher ) kontrastiert. Zum Abschluss wird das Krankheitsmotiv in Muschgs Roman Das Licht und der Schlussel untersucht.
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Studienarbeit aus dem Jahr 1996 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,5, Freie Universitat Berlin, 27 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Krankheit, Therapie und ihr Verhaltnis zu Kunst und Leben sind zentrale Begriffe sowohl in Adolf Muschgs literarischem Werk als auch Gegenstand seiner essayistischen und poetologischen AEusserungen. Jedem Gedanken an Heilung und Therapie geht eine bestimmte Vorstellung voraus, wo sie anzusetzen habe, welches die Ursachen der Krankheit sind. Die Aussage des Autors, dass die Krankheit des einzelnen symptomatisch fur die Krankheit der Gesellschaft steht, verweist auf seinen zivilisationskritischen Impetus. Zwangslaufig muss also bei einer Untersuchung des Krankheitskonzeptes und Krankheitsmotivs in Muschgs Werken den Themenfeldern Kunst und Therapie besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Kunst wird von ihm auf ihr therapeutisches Potenzial befragt und ihr wird eine Hinweisfunktion zugestanden, die das grundsatzliche Leiden des Menschen an der Zivilisation in Erinnerung ruft. Allerdings kann sich Kunst im Extremfall als lebensfeindlich darstellen. Der nicht aufzuhebenden Ambivalenz, mit der Kunst Leben entzieht und wieder an es heranfuhrt, wird im Abschnitt Kunst als Symptom: Ganzheitliche Suche im segmentierten Dasein nachgegangen. Muschgs ‘Krankheitskonzept’, dem eine ganzheitliche Sicht im Gegensatz zum dominierenden iatrotechnischen Krankheitskonzept eigen ist, wird mit Susan Sontags Position ( Krankheit als Metapher ) kontrastiert. Zum Abschluss wird das Krankheitsmotiv in Muschgs Roman Das Licht und der Schlussel untersucht.