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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Psychologie - Entwicklungspsychologie, Note: 1,0, Universitat Potsdam (Entwicklungspsychologie), Veranstaltung: Lern- und Verhaltensstoerungen des Kindes- und Jugendalters, Sprache: Deutsch, Abstract: ‘Dyskalkulie’, ‘Rechenschwache’, ‘Rechenstoerung’, ‘Zahlschwache’ - die Anzahl der Begrifflichkeiten, die in der Literatur zu diesem Thema auftauchen, sind beinahe ebenso vielfaltig wie die Erscheinungsformen dieser Stoerung des Kindes- und Jugendalters. Eines ist jedoch allen gemeinsam und sollte bei aller Wissenschaftlichkeit nie aus dem Blickfeld geraten: manche Kinder haben von Beginn an ganz besondere Probleme beim Erlernen grundlegender mathematischer Operationen, die nicht ad hoc erklarbar sind. Da solche Probleme zunachst meist auf den Mathematikunterricht begrenzt bleiben und die Kinder nicht sofort versetzungsgefahrdet sind, wird leider immer noch viel zu oft abgewartet und die Kinder mit ubermassigem monotonen UEben zusatzlich belastet. Wie ich spater noch aufzeigen werde, kann aber genau diese Praxis das Problem noch verscharfen. Rechtfertigungen von Seiten der Eltern wie auch der Lehrer, wie ‘der Knoten platzt schon noch’, ‘die Begabung fehlt’ oder ‘er/sie ist eben einfach zu langsam’ zeigen, dass das Problem der Rechenstoerung in der Praxis kaum Eingang gefunden hat, versagt ein Kind hier (im Rechenunterricht; Anm. d. Verf.), verbinden Lehrerinnen aufgrund der vermeintlichen Logik der Inhalte dies haufig zu Unrecht mit Intelligenzmangel . Auch in der wissenschaftlichen Forschung sind die Veroeffentlichungen zu diesem Thema eher sparlich, im Gegensatz zur Lese-Rechtschreib-Schwache beispielsweise. Dies ist umso erstaunlicher, als der Rechenunterricht [wird] neben dem Lese-Schreib-Unterricht als das schullaufbahnentscheidende Fach in der Grundschule angesehen wird. Im Rahmen dieser Arbeit konzentriere ich mich vor allem auf die Standardwerke von Grissemann/Weber, Lobeck und Roehrig, wobei letztgenannter eher eine
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Psychologie - Entwicklungspsychologie, Note: 1,0, Universitat Potsdam (Entwicklungspsychologie), Veranstaltung: Lern- und Verhaltensstoerungen des Kindes- und Jugendalters, Sprache: Deutsch, Abstract: ‘Dyskalkulie’, ‘Rechenschwache’, ‘Rechenstoerung’, ‘Zahlschwache’ - die Anzahl der Begrifflichkeiten, die in der Literatur zu diesem Thema auftauchen, sind beinahe ebenso vielfaltig wie die Erscheinungsformen dieser Stoerung des Kindes- und Jugendalters. Eines ist jedoch allen gemeinsam und sollte bei aller Wissenschaftlichkeit nie aus dem Blickfeld geraten: manche Kinder haben von Beginn an ganz besondere Probleme beim Erlernen grundlegender mathematischer Operationen, die nicht ad hoc erklarbar sind. Da solche Probleme zunachst meist auf den Mathematikunterricht begrenzt bleiben und die Kinder nicht sofort versetzungsgefahrdet sind, wird leider immer noch viel zu oft abgewartet und die Kinder mit ubermassigem monotonen UEben zusatzlich belastet. Wie ich spater noch aufzeigen werde, kann aber genau diese Praxis das Problem noch verscharfen. Rechtfertigungen von Seiten der Eltern wie auch der Lehrer, wie ‘der Knoten platzt schon noch’, ‘die Begabung fehlt’ oder ‘er/sie ist eben einfach zu langsam’ zeigen, dass das Problem der Rechenstoerung in der Praxis kaum Eingang gefunden hat, versagt ein Kind hier (im Rechenunterricht; Anm. d. Verf.), verbinden Lehrerinnen aufgrund der vermeintlichen Logik der Inhalte dies haufig zu Unrecht mit Intelligenzmangel . Auch in der wissenschaftlichen Forschung sind die Veroeffentlichungen zu diesem Thema eher sparlich, im Gegensatz zur Lese-Rechtschreib-Schwache beispielsweise. Dies ist umso erstaunlicher, als der Rechenunterricht [wird] neben dem Lese-Schreib-Unterricht als das schullaufbahnentscheidende Fach in der Grundschule angesehen wird. Im Rahmen dieser Arbeit konzentriere ich mich vor allem auf die Standardwerke von Grissemann/Weber, Lobeck und Roehrig, wobei letztgenannter eher eine