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This title is printed to order. This book may have been self-published. If so, we cannot guarantee the quality of the content. In the main most books will have gone through the editing process however some may not. We therefore suggest that you be aware of this before ordering this book. If in doubt check either the author or publisher’s details as we are unable to accept any returns unless they are faulty. Please contact us if you have any questions.
Yom Verfasser einer soziologischen Analyse sozialer Bewegungen, die lange lediglich universitatsintern kursierte und erst mit einem zeitlichen Verzug von tiber fiinf Jahren als Veroffentlichung allgemein zuganglich wird, wird man eine Auskunft erwarten, warum diese Publikation erst jetzt und warum sie jetzt noch stattfindet. Diese Fragen stellen sich urn so drangender, als das zuriickliegende halbe Jahrzehnt weltweit und weithin unerwartet tiefgreifende gesellschaftliche Veranderungen, ja Umbriiche in epochalen Dimensionen erfahren hat: den Zusammenbruch der staatssozialistischen Gesellschaften, die Vereinigung der beiden ehedem unterschiedlichen Blocken zugehorenden Teile DeutscWands, die Auflosung der Sowjetunion und das Ende eines bipolar zentrierten Weltbilds. Bei aller Diskontinuitat bleibt zugleich die innergesellschaftliche Dynamik der Moderne ungebrochen und gewinnt weiter an Tempo. Die rasche Globa- lisierung des Austauschs von Waren, Dienstleistungen und Informationen und die anhaltende Autonomisierung gesellschaftlicher Subsysteme stellen nach- 1 haltiger denn je alte Grenzen und traditionelle Orientierungen in Frage. Sie losen bestehende Solidaritaten auf und rnanifestieren sich in weitreichenden gesellschaftlichen Veranderungen, die dem einzelnen immer weitere Bereiche seiner Biographie entscheidungszuganglich machen, die zugrunde liegende 2 Dynamik aber selbst der Entscheidung entziehen. Ineins damit hat die Vgl. dazu die Analysen und Einschlitzungen, die der 13. WeltkongreB fur Soziologie 1994 in Bielefeld unter dem Leitthema Contested Boundaries and Shifting Solidari- ties erarbeitet hat. 2 V gl. dazu exemparisch BecklBeck-Gemsheim 1994. 9 moderne Gesellschaft Vorstellungen von ihrer planmaBigen Steuerbarkeit sukzessive aufgegeben und das Vertrauen in die Richtigkeit ihrer Selbst- 3 beschreibungen zunehmend verloren.
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Yom Verfasser einer soziologischen Analyse sozialer Bewegungen, die lange lediglich universitatsintern kursierte und erst mit einem zeitlichen Verzug von tiber fiinf Jahren als Veroffentlichung allgemein zuganglich wird, wird man eine Auskunft erwarten, warum diese Publikation erst jetzt und warum sie jetzt noch stattfindet. Diese Fragen stellen sich urn so drangender, als das zuriickliegende halbe Jahrzehnt weltweit und weithin unerwartet tiefgreifende gesellschaftliche Veranderungen, ja Umbriiche in epochalen Dimensionen erfahren hat: den Zusammenbruch der staatssozialistischen Gesellschaften, die Vereinigung der beiden ehedem unterschiedlichen Blocken zugehorenden Teile DeutscWands, die Auflosung der Sowjetunion und das Ende eines bipolar zentrierten Weltbilds. Bei aller Diskontinuitat bleibt zugleich die innergesellschaftliche Dynamik der Moderne ungebrochen und gewinnt weiter an Tempo. Die rasche Globa- lisierung des Austauschs von Waren, Dienstleistungen und Informationen und die anhaltende Autonomisierung gesellschaftlicher Subsysteme stellen nach- 1 haltiger denn je alte Grenzen und traditionelle Orientierungen in Frage. Sie losen bestehende Solidaritaten auf und rnanifestieren sich in weitreichenden gesellschaftlichen Veranderungen, die dem einzelnen immer weitere Bereiche seiner Biographie entscheidungszuganglich machen, die zugrunde liegende 2 Dynamik aber selbst der Entscheidung entziehen. Ineins damit hat die Vgl. dazu die Analysen und Einschlitzungen, die der 13. WeltkongreB fur Soziologie 1994 in Bielefeld unter dem Leitthema Contested Boundaries and Shifting Solidari- ties erarbeitet hat. 2 V gl. dazu exemparisch BecklBeck-Gemsheim 1994. 9 moderne Gesellschaft Vorstellungen von ihrer planmaBigen Steuerbarkeit sukzessive aufgegeben und das Vertrauen in die Richtigkeit ihrer Selbst- 3 beschreibungen zunehmend verloren.