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This title is printed to order. This book may have been self-published. If so, we cannot guarantee the quality of the content. In the main most books will have gone through the editing process however some may not. We therefore suggest that you be aware of this before ordering this book. If in doubt check either the author or publisher’s details as we are unable to accept any returns unless they are faulty. Please contact us if you have any questions.
Die heutige Psychiatrie befindet sich in einer starken Spannung, man kann sogar von einer Krise sprechen, die in ihrem genuinen Zwiespalt wurzelt. Einerseits ist die Psychiatrie jener Bereich arztlichen Handelns, der im hOchsten Ma und wesenhaft der personlichen Zuwendung und Verstandi- gung bedarf, weil er unmittelbar die menschliche Person des seelisch Kranken in ihrer Subjektivitat und unwiederholbaren Individualitat betrifft, und andererseits jener Bereich der als Naturwissenschaft verstandenen Medizin, der fur die Forschung, genauer die medizinische Hirnforschung, die gro te Herausforderung darstellt und den hOchsten Theorienbedarf aufweist, jedoch der exakten Erfassung und Beschreibung die gro ten Schwierigkeiten ent- gegensetzt und sich ihr sogar vielfach entzieht. Die Geschichte der Psychiatrie und mit ihr die Haltung der Gemeinschaften gegeniiber geistigen StOrungen la t das Schwanken der Positionen zwischen diesen beiden Verstehens- horizonten und Verhaltensweisen erkennen. Gegenwartig besteht eine starke Neigung zu einem einseitigen psychologistischen Verstandnis der Psychiatrie, das mitunter formlich irrationale antimedizinische Ziige annimmt. In dieser Situation ist es wichtig, d zumindest im Einzelnen das Be- wu tsein der iibergreifenden Einheit menschlichen Seins wach und das Bestreben wirksam bleibt, die auf verschiedenen Ebenen der wissenschaft- lichen Annaherung gewonnenen Teilbilder auf das ihnen zugrundeliegende Ganze zu beziehen.
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Die heutige Psychiatrie befindet sich in einer starken Spannung, man kann sogar von einer Krise sprechen, die in ihrem genuinen Zwiespalt wurzelt. Einerseits ist die Psychiatrie jener Bereich arztlichen Handelns, der im hOchsten Ma und wesenhaft der personlichen Zuwendung und Verstandi- gung bedarf, weil er unmittelbar die menschliche Person des seelisch Kranken in ihrer Subjektivitat und unwiederholbaren Individualitat betrifft, und andererseits jener Bereich der als Naturwissenschaft verstandenen Medizin, der fur die Forschung, genauer die medizinische Hirnforschung, die gro te Herausforderung darstellt und den hOchsten Theorienbedarf aufweist, jedoch der exakten Erfassung und Beschreibung die gro ten Schwierigkeiten ent- gegensetzt und sich ihr sogar vielfach entzieht. Die Geschichte der Psychiatrie und mit ihr die Haltung der Gemeinschaften gegeniiber geistigen StOrungen la t das Schwanken der Positionen zwischen diesen beiden Verstehens- horizonten und Verhaltensweisen erkennen. Gegenwartig besteht eine starke Neigung zu einem einseitigen psychologistischen Verstandnis der Psychiatrie, das mitunter formlich irrationale antimedizinische Ziige annimmt. In dieser Situation ist es wichtig, d zumindest im Einzelnen das Be- wu tsein der iibergreifenden Einheit menschlichen Seins wach und das Bestreben wirksam bleibt, die auf verschiedenen Ebenen der wissenschaft- lichen Annaherung gewonnenen Teilbilder auf das ihnen zugrundeliegende Ganze zu beziehen.