Readings Newsletter
Become a Readings Member to make your shopping experience even easier.
Sign in or sign up for free!
You’re not far away from qualifying for FREE standard shipping within Australia
You’ve qualified for FREE standard shipping within Australia
The cart is loading…
Alles Nachdenken uber das Recht ist von der Gerechtigkeitsfrage begleitet, die sich einer Loesung durch rein formale Kategorien der Logik oder der verfahrensmassigen Betrachtung entzieht. Die inhaltlichen Wertungen der Gerechtigkeit werden im Diskurs uber Rechtsethik und soziale Verantwortung gepragt. Misslingt dieser Diskurs oder wird er von einer autoritaren Staatsgewalt diktiert, geht der Rechtscharakter der vom Staat erlassenen Normen nicht per se verloren. Recht ist inhaltlich neutral und bestimmt sich allein als Willensakt des Gesetzgebers, gegebenenfalls innerhalb verbindlicher verfassungsrechtlicher Grenzen. Die Prominenz der Reinen Rechtslehre Hans Kelsens, die das Recht als Norm nach deren Logik analysiert, ist nicht zufallig. Schon aus methodischen Grunden bildet das rechtspositivistische Credo die Grundlage der modernen Jurisprudenz ebenso wie der rechtshistorischen Forschung. Den Rechtspositivismus stellen Erfahrungen ungerechten Rechts in Frage - die es bei striktem Beharren auf dieser Position gar nicht geben durfte. Doch nicht zuletzt die totalitaren Systeme des 20. Jahrhunderts fordern die Frage nach den Grenzen des Rechts heraus, die sich auch fur andere Epochen stellt. Dabei betritt der vorgelegte Band Ungerechtes Recht insoweit Neuland als er uber die auf die Gesetzgebung fokusierte rechtsphilosophische Diskussion der Kelsenschen Normlogik hinaus die Frage nach den Grenzen des Rechts auch fur die richterliche Urteilstatigkeit und das exekutive Verwaltungshandeln stellt.
$9.00 standard shipping within Australia
FREE standard shipping within Australia for orders over $100.00
Express & International shipping calculated at checkout
Alles Nachdenken uber das Recht ist von der Gerechtigkeitsfrage begleitet, die sich einer Loesung durch rein formale Kategorien der Logik oder der verfahrensmassigen Betrachtung entzieht. Die inhaltlichen Wertungen der Gerechtigkeit werden im Diskurs uber Rechtsethik und soziale Verantwortung gepragt. Misslingt dieser Diskurs oder wird er von einer autoritaren Staatsgewalt diktiert, geht der Rechtscharakter der vom Staat erlassenen Normen nicht per se verloren. Recht ist inhaltlich neutral und bestimmt sich allein als Willensakt des Gesetzgebers, gegebenenfalls innerhalb verbindlicher verfassungsrechtlicher Grenzen. Die Prominenz der Reinen Rechtslehre Hans Kelsens, die das Recht als Norm nach deren Logik analysiert, ist nicht zufallig. Schon aus methodischen Grunden bildet das rechtspositivistische Credo die Grundlage der modernen Jurisprudenz ebenso wie der rechtshistorischen Forschung. Den Rechtspositivismus stellen Erfahrungen ungerechten Rechts in Frage - die es bei striktem Beharren auf dieser Position gar nicht geben durfte. Doch nicht zuletzt die totalitaren Systeme des 20. Jahrhunderts fordern die Frage nach den Grenzen des Rechts heraus, die sich auch fur andere Epochen stellt. Dabei betritt der vorgelegte Band Ungerechtes Recht insoweit Neuland als er uber die auf die Gesetzgebung fokusierte rechtsphilosophische Diskussion der Kelsenschen Normlogik hinaus die Frage nach den Grenzen des Rechts auch fur die richterliche Urteilstatigkeit und das exekutive Verwaltungshandeln stellt.